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Unser Ankerbausteinkasten der Johanneskirche
Diejenigen, die einen Ankerbaukasten erworben haben wissen es:
Unsere Johanneskirche kann man mit den Ankersteinen nachbauen.
Der Bausatz ist für 109 € bei unserer Kirchengemeinde und beim Ankersteinwerk erhältlich.
Wir freuen uns, wenn Sie mit diesem Link ein Foto Ihres Modells hochladen und zeigen es in einer Galerie.
Der Bau kann auch verfeinert oder abgewandelt werden oder ganz originalgetreu mit einem besonderen Hintergrund zu sehen sein..
Wir sind gespannt und freuen uns auf Ihr Bild.
Herzlichst Ihre Evangelische Kirchengemeinde Saalfeld!
Gedanken zum Monat März

Für uns !
Liebe Gemeindeglieder,
wer Schuld auf sich lädt, wird in aller Regel bestraft. Oder? Wir hoffen es zumindest in unserem Gerechtigkeitsempfinden. Aber auch damit mussten wir uns in den letzten Wochen und Monaten in den Medien auseinandersetzen: Schuld zieht nicht automatisch Strafe nach sich. Schuld kann straffrei bleiben. Und es gibt Leiden und Strafe – leider - auch ohne Schuld. Jemand leidet an einer Krankheit, an der er natürlich nicht schuld ist. Oder es wird jemand bestraft, obwohl der keine Schuld auf sich geladen hat. Aber gelitten hat trotzdem jemand. Damit sind wir beim Thema der Passionszeit, die im März beginnt: Wir werden erinnert an das Leiden Jesu und seine Bestrafung am Kreuz, obwohl er sich nichts zuschulden hat kommen lassen. Hier liegt das Zentrum des christlichen Glaubens. In Jesaja 53 heißt es: „4 Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. 5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ Die Jünger wussten, dass Jesus schuldlos bestraft wurde. In ihm war keine Sünde. Er hatte sich im Garten Gethsemane widerstandslos festnehmen lassen und sie flohen mit der Angst, dass es ihnen ähnlich ergehen könnte wie Jesus. Und sicherlich fühlten sich die Jünger schuldig. Nicht mal mit ihm wachen und beten hatten sie vorher mit ihm können, im Garten Gethsemane. Aber auch während der Gefangennahme stellte sich Jesus schützend vor seine Jünger. „Ich bin es den ihr sucht, so lasst diese gehen“ Johannes 18,8. Jesus gab sich selbst zum Opfer - nicht nur für seine Jünger, sondern für die Menschen dieser Welt. Die Jünger verstanden es später: Dass Jesus konsequent den Weg ans Kreuz gegangen war, muss von Gott gewollt gewesen sein. Dahinter steckt eine Botschaft! Gott ist für uns! Jesus war unter den Menschen und sammelte alles ein, alles Misstrauen, alle falschen Entscheidungen, alle bösen Konsequenzen, die ganze Lieblosigkeit, allen Hass, aber auch allen Schmerz, alle Enttäuschung. Er sammelte es ein - für alle, durch die Zeiten hindurch, über alle Kontinente, für jeden. Und lud es sich auf und brachte es ans Kreuz. All das war die Ursache seines Leidens. Jesaja betont: Das alles geschah um unserer Missetaten willen, und es geschah als Strafe. Er sagt auch: Er litt nicht, weil er selbst sich etwas hätte zu Schulden kommen lassen. Er litt an unserer Stelle – für uns. Er lud auf sich unsere Schmerzen und unsere Missetat. Das ist Stellvertretung. Jesus war da, wo wir hätten sein müssen, und darum müssen wir dort nicht mehr hin. Unsere Schuld vor Gott wurde durch Jesus beglichen. An anderer Stelle wird dafür ein Bild gebraucht: „Der Schuldbrief ist zerrissen“. Ja, Schuld zieht nicht automatisch Strafe nach sich. Ja, einer hält den Kopf für andere hin. Deshalb kann unsere Beziehung zu Gott, zu uns selbst und zu anderen Menschen wieder heil werden. Weil Jesus unsere Last ans Kreuz trug, können wir uns Gott mit allem anvertrauen. Er möchte uns Frieden schenken – in Zeit und Ewigkeit. Diese Botschaft hören wir neu in der Passionszeit.
Ihre Rebekka Mittmann,
Pastorin der Landeskirchlichen Gemeinschaft
Gedanken zum Monat April

„Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete? Lukas 24,32
Liebe Gemeindeglieder, liebe Lesende,
am Ende des Lukasevangeliums wird erzählt, das Jesus nach einer gemeinsamen Abendmahlsfeier (wieder)erkannt wird – als Auferstandener Gottessohn, als bleibender Ermutiger und Vertrauter, der Neuanfänge ermöglicht und bestärkt.
Die Menschen erinnern sich auch deshalb an ihr eigenes Herzensfeuer, an all die erhellenden, erwärmenden und leuchtenden Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen. Diese lebhafte Erinnerung hatte sich nachhaltig in Geist und Seele eingebrannt. Sie rufen begeistert (bis heute!) nach dem gemeinsamen Abendmahl den wiederkehrenden Osterruf: „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!“
Es wird erzählt, dass die auf diese Weise erleuchteten Vertrauten Jesu aufbrechen und sogleich davon weitererzählen. Sie wollen auch andere(n) -ein Licht- anstecken!
Was für eine heilsame Bedeutung dieses infizierenden Wortes ! Auferstehung – Thema im April. Ein einziges Wort fasst die wichtigste biblische Geschichte zusammen: „Er steht auf!“ Diese wunderbare heilsame Nachricht meint auch Sie: „Steh auf!“ oder „Aufstehen!“ In unseren Kirchen wird nach der schrecklichen Todes-Finsternis des Karfreitags am Ostermorgen die neue große bunte Osterkerze entzündet. Sie leuchtet für Neuanfang, Versöhnung, Gemeinschaft, Frieden und Trost. Daran werden im Lauf des Kirchenjahres viele weitere persönliche Erinnerungs-, Tauf- und Traukerzen, Fürbitt- und Segenslichter entzündet.
Feuer hat Kraft und steht vor allem für Reinigung und Erleuchtung. Davon zeugen nicht nur die Osterfeuer, sondern auch die Tradition des olympischen Feuers. Seit der Antike wird vor Beginn der olympischen Spiele das Feuer mithilfe von Sonnenstrahlen und Spiegel entfacht und dann mit einem Olivenzweig, dem Symbol des Friedens, an den ersten Fackellaufenden übergeben… die Reise beginnt…
Im April können Sie sich gern geistlich fragen:
Was finden Sie schwieriger: Anfangen oder Beenden?
Welche Reden entflammen Sie?
Für wen brennt Ihr Herz? Gesegnete Erleuchtungen (auch gern gemeinsam)…
wünscht Ihre Pfarrerin Christina Weigel