Gedanken zum Monat Juni

Die Mitte

Liebe Gemeindeglieder,

wir sind angekommen in der Mitte, in der Mitte des Jahres. Zwölf geteilt durch zwei ist sechs, Juni eben, der sechste Monat. Auch der Johannistag macht es deutlich. Der 24. Juni ist ein halbes Jahr vor dem 24.12., dem Heilig Abend. Das Jahr ist geteilt. Die Tage werden schon wieder kürzer. Zunehmen soll Christus. So sagt es der Täufer: Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen (Joh 5, 30).

Jesus soll wachsen, soll wirklich zur Mitte werden. Ist er die Mitte in meinem Leben? Oder sind es die Sorgen und Lasten und Stresspunkte des nun schon fast halb vergangenen Jahres? Jochen Klepper hat davon in seinem Lied zum Jahreswechsel gedichtet. Wer will, kann es schon einmal für die Mitte des Jahres hören, lesen und beten:

Der du die Zeit in Händen hast,
Herr, nimm auch dieses Jahres Last
und wandle sie in Segen.
Nun von dir selbst in Jesus Christ
die Mitte fest gewiesen ist,
führ uns dem Ziel entgegen.

Die Mitte des Jahres, da stehen wir. Die Mitte des Lebens, darauf gehen die einen zu, die anderen sind darüber hinaus schon weitergegangen, alle dem Ziel entgegen. Die Mitte aber wandert mit, soll unveränderbar sein: die Mitte in mir, wo Gott wohnt, und wo ich selbst zu Hause bin. Die Mitte, das Wesentliche, der Mittelpunkt in meinem Leben: Gott in Jesus Christus in der Kraft des Heiligen Geistes. AMEN.

Ihr Pfarrer Christian Sparsbrod