Gedanken zum Monat September

Dietrich Bonhoeffer: Nicht das Beliebige sondern das Richtige tun und Wagen, nicht im Möglichen schweben, das Wirkliche tapfer ergreifen, nicht die Flucht der Gedanken, allein in der Tat ist die Freiheit.

Liebe Lesende,
der zweite Monat dieses jungen Jahres beginnt. Wir versuchen uns zu vergewissern und zu versichern. Gute Gewohnheiten sollen beruhigen und unsere Rechte sollen befestigt werden. Nur keine allzu großen Veränderungen mehr! Die guten Vorsätze oder Wünsche zum Jahreswechsels haben sich in der Realität und Ihrer Alltagspraxis bewährt…. Angepasst? Verwandelt? Abgesagt? Umgesetzt? Im kurzen Februar, der dieses Jahr den seltenen 29. Tag schenkt (Herzlicher Glückwunsch an alle Geburtstagskinder dieses Tages!) werden viele unterschiedliche Gefühle, Sehnsüchte, Erlebnisse und Ansprüche thematisiert. Selten zeigt es sich so offensichtlich wie in der Kirchen-Jahreszeit dieses Monats. Vom überschwänglichen (Gemeinde)fasching hinein in die Passions- und Fastenzeit. Valentinstag und Aschermittwoch an einem Tag. Suchen Liebeslust und Liebesleid die Begegnung? Ich will nicht zu viel hineindeuten und herausstellen. Doch ich spüre, wie sich unsere persönlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen in dieser Mischung spiegeln und zeigen. Schauen Sie mal auf das Bild unseres aktuellen Blättchens. Eine wunderbares Einladungsbild! Keine Spur von bedenklicher Einsamkeit und trennenden Ärgernissen. Die Generationen suchen und finden sich: „Komm rüber!“, das Motto der diesjährigen Fastenzeit ist mehr als ein lockerer Spruch. Er will verführen, verlocken zum Überbrücken und sich (Wieder)finden. 7 Wochen lang, entdecken was trägt, gemeinsam Leben teilen…. Alle scheinen darüber sehr glücklich und erleichtert. Im kurzen Februar ist vieles mit und ohne gute Vorsätze lange möglich: Feiern, Fasten, Freuen, Finden, Folgen, Frieden stiften… Gemeinsam. Alltäglich. Ohne Alleingänge. Ohne Hass und Hetze. Liebevoll und Beziehungsreich. Sehr gute Aussichten für den Valentinstag! Lassen Sie sich berühren von den Alltags- und Sonntagsthemen! Segen und Gesegnet leben ist immer wieder an das Aufbrechen und nicht an das Verharren gebunden. Das Geistliche kommt rüber zum Weltlichen…. und wir spüren, alles ist zu etwas nütze und gut zu gebrauchen, seelisch und praktisch – unser Glaube ist nicht weltfremd, sondern hilft uns zu spürbar gesegneten liebevollen Februartagen, ganz persönlich und gern gemeinsam. SCHALOM für Dich, von Gott, zu uns –

Ihre Pfarrerin Christina Weigel