Zum offenen Denkmal: "Sein und Schein in der Gertrudiskirche"

Unter diesem Motto lade ich Sie am 12.September und am 9. Oktober um 16:00 Uhr ganz herzlich ein, mit mir in der Gertrudiskirche in Saalfeld-Graba auf eine Reise ist Mittelalter zu kommen! An diesem Tag möchte ich einmal den Fokus auf ein ganz besonderes Objekt lenken, das heute ganz selbstverständlich zur Ausstattung dieser Kirche gehört – das Retabel. Wissen Sie was ein Retabel ist? Nun, dieser kunsthistorische Begriff bezeichnet schlicht das, was umgangssprachlich als Altaraufsatz bezeichnet wird. Die ‚Kulturstiftung der Länder‘, welche ihren Sitz in Berlin hat, beschreibt den Altaraufsatz so: „Der Hochaltar im Chor der Kirche St. Gertrudis im Saalfelder Ortsteil Graba zählt – nicht nur in Thüringen – zu den bedeutendsten Schnitz- und Altarwerken der Spätgotik.“ Doch das war nicht immer so. Wenn Sie im Jahr 2021 die Gertrudiskirche über das Westportal betreten, dann fällt Ihr Blick sofort darauf. Mit stolzen 6,75 m ist das jedoch auch nicht verwunderlich. Hätten Sie die Kirche 100 Jahre zuvor besucht, so wäre die Suche nach dem Altaraufsatz vergebens gewesen. Doch der Chorraum war keineswegs leer. Was befand sich einst an dieser Stelle und wie gelangte das Altarwerk zurück in die Kirche? Warum hatte es die Kirche überhaupt verlassen? Nach über 500 Jahren hat der hölzerne Altaraufsatz einiges zu erzählen und da er dies leider nicht selbst tun kann, möchte ich es gern für ihn übernehmen. Als Geschichts- und Kunstgeschichtsstudent beschäftige ich mich seit längerer Zeit mit dem Retabel und gehe seinen Geheimnissen nach. Am 9. Oktober und 12. September möchte ich nun allen Interessierten neben den bisherigen Erkenntnissen meine aktuellen Forschungsergebnisse präsentieren und Sie ermuntern, einmal näher zu treten und genauer hinzusehen. Unter dem Motto „Sein und Schein in der Gertrudiskirche“ soll es um die ebenso spannende wie ereignisreiche Geschichte des Grabaer Retabels, vom Mittelalter bis heute, gehen. Welche Rolle spielte das einst benachbarte Benediktinerkloster und welche geschnitzten Details verraten etwas über die Entstehungsgeschichte sowie die einstige Bedeutung Grabas? Was haben zwei bisher unbeachtete Holztafeln mit dem Altaraufsatz zu tun? Welche zum Teil schaurigen Geschichten haben die zahlreichen Gesichter zu erzählen, die vom Altarraum auf die Gemeinde schauen und wie liefert ein abgebrochenes und erst vor kurzem wiederentdecktes Stück Holz neue Erkenntnisse über das tatsächliche Alter? All diesen Fragen werden wir uns an diesem Tag widmen. Und wer sich schon immer oder spätestens jetzt fragt, wer oder was sich auf der Rückseite des Altaraufsatzes befindet: auch dazu haben Sie Gelegenheit, es herauszufinden. Ich freue mich auf Sie!

Ihr GKR-Mitglied Robin Wagner

Gottesdienst zum 17. Sonntag nach Trinitatis (26.09.21) aus der Johanneskirche Saalfeld

 

 

Gedanken zum Monat September

Jabez betete: Herr segne mich, und erweitere mein Gebiet. Steh mir bei und halte Unglück und Schmerz fern von mir. 1. Chronik 4, 10

Liebe Gemeindeglieder,
September - einer neuer Monat beginnt. Wir spüren: der Sommer geht zu Ende. Im September endet für die Meisten die Urlaubszeit. Manche Entscheidungen, neue Aufgaben oder Veränderungen liegen vor uns. Für manche steht nun ein Arbeitsbeginn, Schulwechsel, Ausbildungsbeginn oder vielleicht sogar Schulbeginn an.
Wir werden eine/n neue/n Bundeskanzler/in wählen.
In dieser Zeit empfinde ich die Neuanfänge oft größer und eindrücklicher als zum Jahreswechsel. Aber wie gut, dass wir uns in diesen Fragen das Gebet des Jabez zu eigen machen dürfen.

Jabez ist keine besonders bekannte Persönlichkeit in der Bibel. Doch die Geschichte des Jabez begann mit seinem ungewöhnlichen Namen. Das Wort Jabez bedeutet im Hebräischen „Schmerz“. Seine Mutter hatte ihn mit Kummer oder unter ungewöhnlich großen Schmerzen geboren. Und nun lag sein Name wie eine düstere Prophezeiung über seinem Leben, wie ein Schatten auf seiner Zukunft. Doch er begann zu beten: „Segne mich“. Er wollte Gottes Wohlwollen über seinem Leben erfahren. Er wünschte sich Gutes - über das hinaus, was Menschen möglich ist. Gott sollte Segen in sein Leben legen, den nur er geben konnte. Auch wir dürfen wie Jabez Gott schlicht und einfach darum bitten, dass er uns segnet und dass er selbst in uns groß wird. Jabez betete weiter: „Mehre mein Gebiet“ (oder „Erweitere meine Grenzen“). Jabez wusste um die schweren Vorbedingungen, unter denen sein Leben begonnen hatte. Aber er bat darum, dass Gott dies segnend überwindet. Keine negativen Festlegungen sollten durch seinen Namen auf seinem Leben lasten. Er bat ebenso darum, dass seine Grenzen, seine Ängste, seine Schwächen ihn nicht daran hindern, das Leben zu gestalten. Er wollte seine inneren Grenzen weiter stecken, vielleicht Zweifel überwinden und Wachstum erleben.
Jabez weiter: „Steh mir bei und schütze mich!“ Er wusste, mit seiner eigenen Kraft oder seinen Möglichkeiten käme er nicht sehr weit. Deshalb bat er um Gottes stärkendes und bewahrendes Nahesein.
Und dann lesen wir in 1. Chronik 4, 10 das Wunderbare über Jabez und sein Gebet:
„Gott ließ kommen, worum er bat“. Außerdem erlangte er ein großes Ansehen bei seinen Mitmenschen.

Mich ermutigen diese eher unbekannten Verse aus dem Alten Testament, in den Veränderungen oder Neuanfängen dieser Wochen, erwartungsvoll oder voll Vertrauen auf Gott zu blicken und mich diesem Gebet des Jabez anzuschließen und zu erspüren, dass Gott mich begleitet.


Mit herzlichen Grüßen

Rebekka Mittmann Predigerin der Landeskirchlichen Gemeinschaft Saalfeld

 

 

 

 

Anleitung zum Hören des Gottesdienstes über Radio SRB

Das Städte-Radio SRB überträgt jetzt jeden Sonntag  den Gottesdienst auf verschiedenen Kanälen:

1) Am Sonntag 9.30 Uhr - 10.00 Uhr Über UKW im Städtedreieck auf der Fequenz FM 105,2 MHz

2) Zu den oben genannten Sendezeite auch live über  das Internet.
Dazu gehen sie auf die InterNetSeite des SRB:    srb.fm
und klicken rechts auf  LIVESTREAM und danach auf mp3-Stream oder ogg-Stream . Welches von beiden funktioniert muss probiert werden am jeweiligen PC. Ich würde erstmal auf mp3-Stream klicken. Dann hört man den Sender aus den PC-Lautsprechern.

3) Die Gottesdienste stehen JETZT schon auf dieser Seite zur Verfügung.
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6) Ab sofort gibt es für Menschen ohne Internet eine Telefonandacht. Bitte sagen Sie dies weiter!
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