Wer sind wir

Der Wochenendgesprächskreis besteht seit über 40 Jahren und war ein „Treffpunkt“ junger Menschen (Erwachsener), einige waren bereits verheiratet und auch schon Eltern, die aktuelle Fragen und ihren biblischen Hintergrund diskutierten. Mittlerweile sind viele von uns bereits junge Großeltern und wir  stellen uns immer noch die Frage, was Jesus zu den gegenwärtigen Problemen heute sagen würde. An dieser Stelle sind wir jung geblieben, denn die aktuellen Themen bewegen uns weiterhin. Wir suchen gemeinsam nach Möglichkeiten, Veränderungen aktiv mitzugestalten, selbst wenn diese sich in einem überschaubaren, vorwiegend in unserem lokalen Bereich, ereignen. Zu diesen Gesprächen finden wir uns abwechselnd in den verschiedenen Wohnungen zusammen. Diese vielen Jahre haben wir intensiv miteinander erlebt, und unsere Kinder sind erwachsen geworden und viele Enkel sind hinzugekommen, denen wir eine bewohnbare Welt hinterlassen möchten. Sehr oft laden wir uns in den unterschiedlichsten Bereichen kompetente Gesprächspartner ein, dann treffen wir uns im Gemeindehaus, so dass auch jeder Interessierte diese Abende miterleben kann. Wandern und Radtouren gehören ebenso zu unserem Programm, wie Feiern. Die Termine für unsere Wochenendgespräche werden in den Gottesdiensten abgekündigt und Jeder ist herzlich dazu eingeladen!

 

 

Die Geschichte des Kreises

Vor mehr als 40 Jahren fanden sich junge Menschen alle 14 Tage freitags im Amtszimmer des damaligen Superintendenten Ludwig Große zusammen, um über aktuelle Fragen zu diskutieren und zu erfahren, was uns Jesus und die Bibel darauf antworten würden. Kinder kamen dazu und damit neue Fragen. Besonders beliebt waren die Wochenendrüsten in Hoheneiche mit Wandern, Spielen, gemeinsamen Kochen und dem Nachdenken über eine bestimmte Bibelstelle. Wir wollten uns einmischen in die Friedenspolitik, Umweltgestaltung, Bildung und Erziehung. Aber auch das Feiern  z.B. der runden Geburtstage, der Geburten und Taufen  unserer Kinder u.v.m. kam nicht zu kurz und festigte unsere Gemeinschaft.

Seit vielen Jahren treffen wir uns nun als Hauskreis in Wohnungen. Traditionell beginnen wir das neue Jahr  mit einem Gesprächsabend zur Jahreslosung.  Viele Gäste haben wir uns in diesen Jahren eingeladen, wie z.B. unsere ehemaligen Pfarrer Ludwig Große und Arnd Morgenroth, oder auch den ehemaligen Landespolizeipfarrer Christian Tschesch, und sowie engagierte Menschen aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Zudem gestalten wir regelmäßig das wöchentliche Friedensgebet am Freitag in der Johanneskirche mit. Natürlich sind wir auch immer dabei, wenn Gemeindeaufgaben zu erledigen oder Feste vorzubereiten sind. Einige aus unserem Kreis fungierten und fungieren seit vielen Jahren als Kirchenälteste.

 

 

Wochenendreise nach Leipzig

Nachdem wir im Jahr 2015 eine Wochenendreise nach Wittenberg unternahmen, haben wir uns für 2016 Leipzig vorgenommen. Mitte Juli ging es per Bahn nach Leipzig. Christfried holte uns am Bahnhof ab, so dass wir ohne großes Gepäck mit der Straßenbahn zu unserem Hotel in der Breslauer Straße fahren konnten. Nach Zimmerbezug und kurzer Erfrischung ging es wieder auf zum Augustusplatz und dann in ein italienisches Restaurant zum Abendessen. Interessante Speisen wurden bestellt, es war eine fröhliche Abendrunde. Spätabends wollten einige von uns die Innenstadt mit ihren Kneipen erkunden, andere fuhren ins Hotel. Der Sonnabend stand ganz im Zeichen von Bildung. Zuerst begaben wir uns in die „Runde Ecke“, da kamen sehr viele Erinnerungen an Kindheit und Jugend wieder hoch. Erschreckend so deutlich zu sehen, mit welchen Mitteln die Stasi arbeitete. Da  wirkte das anschließende Besichtigen der Thomaskirche sehr beruhigend auf unsere aufgewühlten Herzen und Seelen. Ein Rätsel in dieser wunderschönen Kirche blieb – Wieviel Pfeifen hat diese Sauerorgel? - Auch beim Besteigen des Kirchturmes gab es Wissenswertes zu hören, vor allem aber einen wunderschönen Blick über die Stadt zu genießen. Nach kurzer Pause und einem Mittagsimbiss ging es dann Richtung Völkerschlacht-Denkmal. Danach folgten wir der Einladung Brünhildes, ihre Arbeitsstätte - ein Hospiz - zu betrachten anzusehen und einiges aus der Arbeit zu hören. Das war sehr beeindruckend und stimmte uns traurig und nachdenklich. Für den Abend lud uns Brünhildes in ihre Wohnung ein. Sie verwöhnte uns mit vielen Leckereien. Bis spät in die Nacht saßen wir in gemütlicher Runde auf ihrer Dachterrasse und kramten in Erinnerungen aus der 40-jährigen Geschichte unseres Wochenendgesprächskreises. Der Sonntag begann mit dem Gottesdienst in der kleinen Kirche zu Stötteritz. Danach gab es noch eine kleine Abschlussrunde, bevor wir wieder in den Zug nach Saalfeld stiegen. Mit dem Blick auf ein gelungenes gemeinsames Wochenende verabschiedeten wir uns in den wohlverdienten Urlaub. Daraus könnte doch eine Tradition werden, so überlegen wir, welche spannende Orte wir in den kommenden Jahren ansehen werden.